Programmierer automatisiert seine Arbeit

Bei der Headline bin ich hellhörig geworden. Beschäftigt mich die Digitalisierung von Geschäftsprozessen doch sehr. Das Thema fasziniert mich, als Wirtschaftsinformatikerin und Unternehmerin. Und so lag die Digitalisierung von klassischen Prozessen (in dem Fall: der Marktforschung) schon im Mai 1997 den allerersten Plänen meines allerersten Startups Dialego zugrunde. Heute in Zeiten der agilen Arbeit spielt sie eine noch größere Rolle und erlebt gerade, zumindest für mich, ein Revival .

Das Beispiel aus Russland ist lesenswert. Beschreibt es doch, wie ein Programmierer einige, für ihn offenbar wesentliche Tätigkeiten vollständig automatisiert hat. Der eine Kunde, der sich mit den Stichworten Problem und Sorry meldet, wird automatisch aus der Mailbox gefiltert und erhält eine ebenso automatisierte Lösung: Das letzte Backup wird aufgespielt und per Mail geht die Info raus, dass das Problem gelöst sei. Die Kaffeemaschine brüht nicht nur ferngesteuert den Kaffee sondern gießt ihn auch erst 17 Sekunden später ein, genau die Wegstrecke vom Schreibtisch zum Kaffeeautomaten. Die Ausreden an die Frau oder den Chef, wenn man zu spät auf dem Weg oder zu lang noch bei der Arbeit sind zumindest technisch ein Weg, sich Probleme vom Hals zu schaffen…

[selectivetweet]Mitarbeiter des Jahres. Automatisiert seinen Job und sucht sich dann einen Neuen.[/selectivetweet]

Warum es sich dabei um einen ehemaligen Programmierer handelt, lässt sich aus dem kurzen Text nicht erkennen. Sollten dies die einzigen Aufgaben gewesen sein, dann hätte er erfolgreich seinen Job automatisiert und ebenso einen Neuen gesucht. Als Inspiration, wohin die Reise des digitalen Arbeitens geht, dient das Beispiel allemal. Wer es konkret nachahmen möchte, findet den Code und aktuelle Ergänzungen der Inspirierten auf Github.

Den Artikel gibt es hier: http://www.business-punk.com/2015/11/programmierer-automatisiert-seinen-arbeitsalltag/